Frequently Asked Questions

Wie speist sich unser Daten-Pool?

Unser Daten-Pool speist sich aus Daten der amtlichen Verkehrsstatistik. D.h. wir halten kontinuierlich Kontakt zu den relevanten Stellen. Eine Verkehrsmatrix über alle Verkehrsträger basiert auf fünf Modes (Lkw, Bahn, Binnenschiff, Seeschiff, Luftfracht), über 1.500 Versand– und Empfangsregionen, über 500 Flughäfen und 20 verschiedenen Gütergruppen.

Welche sind die konkreten Daten-Quellen?

Kraftfahrt-Bundesamt (KBA): Datenstand 2020: Verkehr europäischer Lastkraftfahrzeuge VEx, Sonderauswertungen. Datenstand 2021: Matrix deutscher und ausländischer Lastkraftfahrzeuge, Datenlizenz by-2-0
Statistisches Bundesamt (Destatis): Sonderauswertungen für Luftfracht, Seeverkehr, Binnenschifffahrt und Eisenbahn, Datenlizenz by-2-0
Eurostat: Versand- und Empfangsaufkommen der Regionen nach Gütern
Unsere Datenbank basiert auf diesen primären Datenlieferungen der amtlichen Verkehrsstatistik und diversen Ergänzungs-, Aufbereitungs- und Qualitätssicherungsschritten, die insbesondere bei den Lkw-Daten erforderlich sind. Die Umrechnung von Tonnen in Lkw-Äquivalente erfolgt auf Basis von gütergruppenspezifischen Ladungsgewichten aus den Sendungsdaten eines großen deutschen Spediteurs.

Warum gibt es nicht aktuellere Daten als 2020? 

Die Lkw-Daten werden je Land erhoben, also wird z.B. ein niederländischer Lkw von der niederländischen Verkehrsstatistik erfasst, dann an Eurostat gemeldet und von dort dann wieder konsolidiert an die einzelnen Meldeländer rückverteilt. Mit anderen Worten ein aufwändiger Prozess, der erst abgeschlossen werden kann, wenn auch das letzte Land seine Daten gemeldet hat. Insgesamt ergibt sich ein Verzug in der Datenbereitstellung beim Lkw von gut einem Jahr.  Auswertungen ‚ohne Lkw‘ für das Jahr 2021 sind bereits heute möglich.

Welche Gütergruppen werden unterschieden?

Die amtliche Verkehrsstatistik erhebt die Güter über alle Verkehrsträger (außer Luftfracht, für die keine Güter erhoben werden), in der sogenannten NST-2007 Systematik. (NST: Nomenclature uniforme des marchandises pour les statistiques de transport, mehr z.B. hier: Glossary:Standard goods classification for transport statistics (NST) – Statistics Explained (europa.eu)). D.h. für jedes denkbare Gut gibt es eine Zuordnung zur NST-Systematik so dass insbesondere auch intermodale Vergleiche bezüglich der transportierten Güter sinnvoll möglich sind. Da wir der NST-Systematik folgen, ist zudem volle Kompatibilität zu anderen güterbezogenen Analysen gewährleistet.
Die Tonnen je Warengruppen werden zusätzlich unabhängig der eigentlichen Transportart in LKW-Äquivalenten ausgegeben, dies erfolgt zur besseren Vergleichbarkeit und ist den vielen unterschiedlichen Typen an Schiffen, Zugkonfigurationen bzw. Flugzeugtypen geschuldet.

Warum können die Daten räumlich nicht feiner bereitgestellt werden? 

Auch bzgl. der räumlichen Disaggregation wirkt sich das Stichprobenverfahren für die Erfassung der Lkw-Verkehre nachteilig aus: weil auf einer disaggregierten Ebene viele Relationen schlicht statistisch insignifikant sind, sind  ‚unmodellierte‘ Aussagen nur auf höheren Aggregationsniveaus möglich. Wir haben uns auf NUTS2 als besten Kompromiss aus Regionalität und Signifikanz entschieden. 

Was genau sind die Regionen?

Die amtliche Verkehrsstatistik erhebt die Transporte der Verkehrsunternehmen zwar sehr kleinteilig („Punkt-zu-Punkt“), veröffentlicht aber räumlich aggregiert, z.B. um Rückschlüsse auf konkrete Wirtschaftssubjekte auszuschließen. Die räumliche Verdichtungsstruktur folgt der sogenannten NUTS-Systematik (NUTS: Nomenclature des Unités territoriales statistiques, mehr z.B. hier: https://ec.europa.eu/eurostat/web/nuts/background). NUTS folgt einer kaskadierenden Logik, d.h. die kleinsten Einheiten – z.B. kreisfreie Städte in Deutschland, NUTS 3 – lassen sich über die Stufen „Regierungsbezirke“ und Bundesländer – NUTS 2 bzw. NUTS 1 rest- und widerspruchsfrei „hochaggregieren“ bis auf Länderebene NUTS 0.

Wie genau sind die Daten?

Bei den Verkehrsträgern Schiene, Binnen- und Seeschiff und Luftfracht handelt es sich prinzipiell um Vollerhebungen durch die amtliche Statistik. Die Datenqualität ist grundsätzlich hervorragend, auch wenn im Zeitverlauf aus verschiedenen Gründen immer wieder Anpassungen vorgenommen werden. Demgegenüber basiert die Lkw-Statistik auf einer (kleinen) Stichprobe. Das hat mehrere Konsequenzen: a) die amtliche Statistik veröffentlicht grundsätzlich keine güterfeinen regionalen Verkehrsmatrizen. Auf der von uns veröffentlichen Ebene NUTS2*NUTS2*NST20 müssen deshalb Aussagelücken auf Basis von Hypothesen modelliert werden; z.B. wissen wir aus der Statistik, dass im Transit aus einer bestimmten ausländischen Region ein bestimmter Gütervektor versandt wird. Wir unterstellen deshalb, dass dieser Vektor grundsätzlich auf jeder Beziehung dieser Region gilt usw. b) da kleine Ströme innerhalb des Stichprobenverfahrens ggf. nicht erfasst werden, bedeutet eine „0“ nicht zwangsläufig, dass da „nichts“ gefahren wurde, sondern ggf., „nur“, dass der Strom so klein war, dass er von der amtlichen Statistik nicht erfasst oder als nicht signifikant nicht veröffentlicht wird.

Was ist mit dem Vereinigten Königreich nach dem Austritt aus der EU?

AAb dem Berichtsjahr 2020 meldet das Vereinigte Königreich keine Lkw-Daten mehr an Eurostat. D.h. dass die ausgewiesenen Ströme allein auf den Meldungen von Fahrzeughaltern außerhalb des Vereinigten Königreichs basieren und insofern den Gesamtverkehr nur anteilig abdecken.

Können neben dem Standardbericht auch zusätzlich weitere Analysen oder graphische Aufbereitungen bereitgestellt werden? 

Freight:Data:now ist ein junges Unternehmen und fokussiert sich auf im Wesentlichen auf seine Standardberichtsprodukte. Individuelle Auswertungen und Projekte sind jedoch möglich. Scheuen Sie sich daher nicht, uns Ihre Wünsche mitzuteilen, dann prüfen wir Möglichkeiten ihre Wünsche zu erfüllen.